Rostock gibt rote Laterne an Gelenau ab

Burgebrach verliert beim PSV Rostock mit 22:14, TSV bleibt Sechster

 

Der Abstiegskampf geht nun in die entscheidende Phase. Noch drei Kampftage, dann ist die Saison vorbei. Die Zweitligaringer des TSV Burgebrach mussten an diesem Wochenende die lange Reise nach Rostock antreten. Vorbereitet auf diesen Kampf haben sie sich beim befreundeten RV Lübtheen in Mecklenburg. Rostock stand am Tabellenende mit dem Rücken zur Wand. Für diesen Kampf haben die Gastgeber alle Kräfte aufgeboten und standen mit zwei zusätzlichen schwedischen Ringern so stark wie nie zuvor. Weiterhin haben sich die weiteren Verletzungssorgen des TSV negativ ausgewirkt. So konnte die 55 kg Gewichtsklasse nicht besetzt werden, weil sich Philipp Glücker kürzlich im Training verletzt hat. Auch die Schulterniederlage von Jens Brosowski im 120 kg Limit war nicht eingeplant. Trainer Alexander Winkler „Heute hat man gesehen, dass in dieser Liga vom Dritten bis zum Schlusslicht Jeder jeden besiegen kann. In diesem Jahr ist die 2.Bundesliga Nord sehr ausgeglichen. Ich bin froh, dass wir konsequent unsere Punkte in Verlauf dieser Saison eingefahren haben. Rostock stand heute enorm stark. Hätten sie diesen Kampf nicht gewonnen, wären sie mit 1,5 Beinen abgestiegen. So haben sie wieder alle Chancen die Klasse zu halten. Die rote Laterne haben sie jedenfalls schon an Gelenau weiterreichen können“. Berlin gewinnt knapp in Greiz, Jena verliert daheim gegen Aue, Pausa schlägt Potsdam auswärts und Tabellenführer Johannis Nürnberg zeigt mit dem 37:2 Sieg gegen Gelenau demonstrative Stärke. Am kommenden Samstag ringen der TSV beim FC Erzgebirge Aue.

 

55 kg Gr.-röm.: Der mehrfache Deutsche Meister Alexander Grebensikov bekam die Punkte bereits auf der Waage, weil hier der TSV keinen Gegner stellen konnte (4:0).

 

120 kg Freistil: Jens Brosowski gewann die erste Runde gegen Rene Hoppe mit 1:0. Die zweite Runde gewann sein Gegner mit 1:0. In der dritten Runde kam der Burgebracher durch einen Beinangriff in die Bodenlage, wo er einen Moment unaufmerksam war und daraufhin geschultert wurde (8:0).

 

60 kg Freistil: Clever und taktisch einwandfrei kämpfte Tobias Glücker gegen Alexander Frey. Alle drei Runden entschied der Burgebracher mit 1:0 für sich (8:3).

 

96 kg Gr.-röm.: Maurizio Mahr schlug sich achtbar gegen den mehrfachen schwedischen Meister und 7.der EM 2007 Jim-Erik Pettersen. Alle drei Runden gab er nur mit 1:0 ab (11:3).

 

66 kg Gr.-röm.: David Ciprian gab gegen Evgenij Titovski nur die erste Runde mit 1:0 ab. Doch dann stellte er sich besser auf seinen Gegner ein und gewann die folgenden Runden mit 5:0, 1:0 und 2:0. damit wurde er zum 3:1 Punktsieger erklärt (12:6).

 

84 kg Freisti: Michael Giehl hatte Ceven Matthes jederzeit sicher im Griff. Er kämpfte taktisch klug und ließ seinen Gegner nicht zur Entfaltung kommen. Folgerichtig konnte er alle drei Runden mit 3:0, 2:0 und 5:1 sicher gewinnen. Noch 2 Punkte und er wäre als Überlegenheitssieger von der matte gegangen (12:9).

 

Nach sechs Kämpfen 12:9 für Rostock. Jetzt war noch alles offen.

 

66 kg Freistil: Patrick Dominik und Steffen Lübke lieferten sich ein packendes Duell. Am Ende hatte der Rostocker in allen drei Runden (1:0, 3:0 und 1:0) die entscheidende Wertung gemacht (15:9).

 

84 kg Gr.-röm.: Daniel Luptowicz kam gegen den starken Schweden Dan Calberg nicht zurecht und wurde durch technische Überlegenheit nach drei Runden besiegt (19:9).

 

74 kg Gr.-röm.: Dragan Markovic machte gegen Peter Groß wieder einen tadellosen Kampf. Alle drei Runden entschied er (2:0, 3:0 und 6:0) sicher für sich. Dadurch wurde er zum Überlegenheitssieger erklärt (19:13).

 

74 kg Freistil: Christian Merkel hatte Sebastian Nowak in der ersten Runde ausgekontert und auf beide Schultern. Schade dass der Schiri das nicht belohnte. Der Pfiff blieb leider aus. Am Ende wurde der Rostocker zum 3:1 Punktsieger erklärt (Endstand 22:14).