TSV Ringer kämpfen wie die Löwen
Burgebrach hat dem Favoriten lange Paroli geboten. Am Ende verliert der TSV mit 13:23 nach großem Kampf gegen Greiz, obwohl sogar ein Sieg war möglich, denn einige Kämpfe hätten anders laufen können. TSV nun Tabellensechster
 
An diesem Abend hatten sich die TSV Ringer besonders viel vorgenommen, denn ihr Trainer Alexander Winkler wurde an diesem Tag 40 Jahre alt.
 Abteilungsleiter Georg Ludwig „Ein Sieg wäre für unseren Trainer wohl das beste Geburtstagsgeschenk. Wir waren auch sehr nah dran. Aber am Ende setzten sich die internationalen Spitzenringer aus Greiz mit ihrer größeren Erfahrung durch. Das wir aber überhaupt diesem scheinbar übermächtigem Gegner lange Paroli bieten konnten, war der tolle kämpferische Einsatz aller unserer Ringer zu verdanken. Sie haben gekämpft wie die Löwen“.  So führten Jens Brosowski und Tobias Glücker sicher mit 2 Runden, machten den Sack in der dritten Runde aber nicht zu und gaben dann 3 Runden ab. Auch David Ciprian gewann 2 Runden, ging aber mit einem 2:3 von der Matte. Dragan Markovic und Michael Giehl wurden sichere Punktsieger, aber nur 1 bzw. 2 Punkte fehlten, dann hätten sie durch Überlegenheit gewonnen. „Wenn diese Kämpfe optimal für uns laufen, können wir mit 18:17 gewinnen. Das wir dem Favoriten aus Greiz mit ihren bulgarischen und polnischen Meistern, sowie EM und WM Teilnehmern beinahe gestürzt hätten, war schon eine ganz tolle Leistung meiner Mannschaft. Dieser Kampf hatte ein hohes Niveau. Ich bin trotz der 13:23 Niederlage sehr zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft“, meinte nach dem Kampf Trainer Alexander Winkler. So war es nicht verwunderlich, dass sogar der Greizer Trainer Falk Schlehahn nach dem Kampf sagte „Das war vom kämpferischen unsere beste Saisonleistung“. Die weiteren Begegnungen in der 2.Bundesliga Nord gingen wie folgt aus. Tabellenführer Johannis Nürnberg gewinnt hoch in Jena, Aue besiegt das Schlusslicht Rostock relativ knapp mit 20:17, Potsdam verliert daheim hoch gegen Berlin, und Pausa schlägt sicher Gelenau. Am kommenden Samstag kämpft der TSV beim Tabellenführer in Nürnberg.
 
55 kg Gr.-röm.: Philipp Glücker ließ den 3.bulgarischen Meister Mario Michailov nicht zur Entfaltung kommen. Zwei Runden gab er nur mit 0:1 ab. Sehenswert wie er hier mitkämpfte und seinem Gegner nur einen Punktsieg überließ (0:3).

120 kg Freistil: Stark wie Jens Brosowski die ersten beiden Runden gegen den polnischen Meister, sowie EM und WM Teilnehmer Radoslaw Baran  gewinnen konnte. Das hohe Tempo konnte er aber in den folgenden Runden nicht mitgehen. Er hatte gegen die starken Beinangriffe seines Gegners keine entscheidenden Abwehrmöglichkeiten. So endete dieser Kampf 3:2 für den Greizer (2:6).
 

60 kg Freistil: Auch Tobias Glücker gewann gegen den Bulgaren Crum Chuchurov, der 9.der EM und 14. der WM 2009 wurde, die ersten beiden Runden mit 1:0 und 2:0. Die entscheidende 3.Runde gab er dann knapp mit 0:1 ab. Die internationale Erfahrung setzte sich durch und der Greizer gewinnt mit 3:2 nach Runden (4:9).

 

96 kg Gr.-röm.: Maurizio Mahr und Olrik Meissner ließen keine Wertungen zu, deshalb wurde dieser Kampf mit 1:0 für den Greizer gewertet, obwohl der Burgebracher der aktivere Ringer war, aber im Bodenkampf nicht zu einer Wertung kam (4:10).

 

66 kg Gr.-röm.: Ein Wechselbad der Gefühle gab es beim Kampf von David Ciprian gegen den Bulgaren Svilen Konstandinov  (9.der EM und 12.der WM). Unglaublich wie unterschiedlich die Runden ausgingen. So gewann der TSV`ler 2 Runden mit 4:0 und 8:0 und im Gegenzug mit 6:0, 7:0 und 3:0 der Greizer (6:13).

 

84 kg Freistil: Michael Giehl hatte den Deutschen Meister 2008 Sebastian Wendel sicher im Griff. Alle drei Runden entschied er mit 4:2, 4:1 und 5:1 für sich. 2 Pünktchen fehlten noch, dann wäre sogar der Überlegenheitssieg drin gewesen (9:13).

 

66 kg Freistil: Patrick Dominik zeigte gegen den polnischen Meister Radoslaw Kisiel, was für ein starker Ringer er ist. Obwohl der Pole alle drei Runden (0:2, 1:2 und 1:3) gewann, stand jede Runde auf Messers schneide. Ein Kampf auf sehr hohem Niveau (9:16).

 

84 kg Gr.-röm.: Daniel Luptowicz wurde von Stefan Lippke in der ersten Runde mit einem Hüftwurf überrascht und geschultert (9:20).

 

74 kg Gr.-röm.: Den wohl besten Kampf auf Burgebracher Seite machte Dragan Markovic gegen den zweifachen bulgarischen Meister (2008 und 2009) Dimitar Sotirov. Alle drei Runden gewann er souverän mit 2:0, 4:0 und 4:0. Noch einen Punkt mehr, dann hätte er diesen starken Gegner sogar noch durch technische Überlegenheit besiegt (12:20).

 

74 kg Freistil: Christian Merkel und Konstantin Sommer (3.der DM 2007) lieferten sich wieder ein spannenden Fight. Die erste Runde entschied der TSV`ler mit 2:1 für sich, doch die drei folgenden Runden gab er mit 0:3, 0:1 und 0:1 an seinen Gegner ab (Endstand 13:23).


 

Der zweiten Männermannschaft des TSV gelang bei Johannis Nürnberg III ein 15:15 Unentschieden und ist damit weiterhin ungeschlagen in der Bezirksliga Mittelfranken.